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Samstag, 27. August 2016

Ursula Poznanski - Layers

Layers: Die Wahrheit ist vielschichtig
Ursula Poznanski
ISBN 9783785582305


Wegen seines gewalttätigen Vaters lebt der 17-jährige Dorian auf der Straße und schlägt sich recht ordentlich durch. Doch als er eines Morgens neben der Leiche eines anderen Obdachlosen aufwacht und in der Blutlache sein Messer liegt, bekommt er Panik. Zum Glück bietet ihm ein Passant Hilfe an und bringt ihn zu einer Villa, wo ein reicher Gönner Straßenkindern ein Zuhause und eine Schulbildung ermöglicht. Als Gegenleistung müssen die Jugendlichen nur kleinere Aufgaben erledigen wie Flyer verteilen oder Botengänge. Doch als Dorian dahinter kommt, was in den kleinen Schachteln steckt, die er ausliefert, wird seine Lage kritisch...

Die Grundidee ist zwar nicht völlig neu, aber eigentlich gut umgesetzt. Die Geschichte ist fesselnd geschrieben, ich konnte mich rasch ins Buch versenken. Trotzdem gab es so einige Schwächen bei diesem Roman. Mein Hauptproblem war die unausgegorene Hauptfigur. Dorian soll angeblich recht clever sein, doch davon ist wenig zu merken, er ist oft sehr naiv. Gerade diese Villa mit ihren Bewohnern und dem ganzen System drumherum müsste mehr Skepsis und Widerstand wecken (eig. nicht nur bei Dorian, sondern auch bei den anderen Jugendlichen). Auch die Liebesgeschichte wirkt aufgesetzt, sie ist rasch als zweckgebundenes Plot-Element enttarnt, das nur den Grund dafür liefern soll, dass Dorian trotz akuter Bedrohung nicht einfach das Weite sucht. Bei den Verfolgungsjagden gab es zwar auch Längen, aber es passiert mehr und als Leser kann man mehr miträtseln. Allzu viel mitdenken darf man allerdings nicht, denn der Aufbau ist für Thriller recht geläufig, so dass für mich die große Auflösung am Schluss nicht ganz so überraschend war wie erhofft. Wegen all dieser kleinen Schwächen gibt es für "Layers" nur sehr knappe 4 Sterne.

Kommentare:

  1. Jugendthriller sind ja oft ein bisschen seichter und vielleicht auch vorhersehbarer. Hast du Boy 7 schon mal gelesen? Erinnert mich ein klein wenig an die Beschreibung und hat mir überraschend gut gefallen.

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    1. Dass Jugendthriller vorhersehbarer sind, ist oft so. Aber gerade die unausgegorene Hauptperson hat mich gestört, das wäre auch bei einem Jugendbuch nicht nötig und die Autorin kann es eigentlich besser. Aber als Sommerlektüre war es auch ok so...

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  2. Bei den Schwächen muss ich dir leider Recht geben, wenn sie auch bei mir nicht ganz so ins Gewicht gefallen sind, als ich das Buch gelesen hatte. Es war wunderbar unterhaltsam und hat sich unheimlich flott gelesen. Aber Dorians Naivität hat mich auch etwas gestört, genauso wie die eher seichte Liebesgeschichte. Gerade lese ich "Elanus" von der Autorin, ich hoffe, dass es noch einmal besser wird!

    Liebe Grüße
    Tina

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    1. Dann bin ich gespannt, was du von Elanus hältst, das steht nämlich auch noch auf meiner Lese-Liste.

      LG, Julia

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