Google+ Julias Buchblog: Kerstin Gier - Die Patin

Montag, 3. November 2014

Kerstin Gier - Die Patin

Die Patin
Kerstin Gier
ISBN 9783785760758


Die Geschichte der Mütter-Mafia geht weiter: Constanze ist glücklich mit Anton liiert, da stört es sie nicht mehr, dass Paris nun ein Kind von Exmann Lorenz erwartet. Ein größeres Problem stellt Antons kleine Tochter Emily dar, die gar nicht glücklich damit ist, dass ihr Papa sich neu verliebt hat. Und auch die restlichen Mitglieder der Mütter-Mafia, Constanzes Freundinnen Anne, Mimi und Trudi, haben so ihre Schwierigkeiten, um die sich Constanze kümmern muss...

Ich fand ja schon die Mütter-Mafia nicht berauschend, trotzdem habe ich mich dazu überreden lassen, dem Nachfolge-Band eine Chance zu geben. Allerdings hat mir „die Patin“ noch schlechter gefallen. Die Figuren entwickeln sich nicht weiter, die Story zieht sich in die Länge und bietet noch weniger Unterhaltung als der Vorgänger, was auch an den Problemen von Constanze und ihren Freundinnen liegt. Untreue, Fehlgeburt, Kindesvernachlässigung: alles Motive, die ich nur mäßig geeignet finde, um sie zu einem oberflächlichen Chick Lit-Roman zu verarbeiten. Da die Themen nicht wirklich lustig sind, versucht die Autorin, über sprachliche Spielereien Pepp ins Buch zu bringen, was aber meistens nicht funktioniert, weil sie übertreibt. Ein gutes Beispiel sind die kindischen Namenspärchen: Hannibal und Lecter, Bernhard und Bianca, Max und Moritz etc. Einmal ist ja lustig, aber in dieser Häufung wirkt das nur platt. Und die Auszüge aus Nellys geheimem Tagebuch sind nicht annähernd so unterhaltsam wie die Mütter-Society, die den Reiz des ersten Bandes ausmachte.

Fazit: schlechter Nachfolger eines mittelmäßigen Buches. Ob ich mir den letzten Band der Trilogie auch noch antun werde, muss ich mir gut überlegen...

Kommentare:

  1. Hi Julia!
    Meintest Du die Eucerin Kaschierende Tagespflege? Sie macht ein schönes Hautbild, die Rötungen sind leicht gemildert. Allerdings ist sie für meine empfindlichen Wangen nicht reichhaltig genug. Da trage ich jetzt unter der Eucerin tagsüber dünn die Alverde für sehr trockene Haut auf. In Kombination klappt das super bei mir.

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  2. Liebe Julia

    Mir ist es ganz anders ergangen. Eben genau dieser krankhafte Zwang, unbedingt Kinder bekommen zu wollen, darf man meiner Meinung nach auf die Schippe nehmen, da es nun wirklich nicht mehr normal ist, dass jede Frau in jeder Lebenssituation und jedem Alter das Gefühl hat, ein "Recht" auf ein gesundes Kind zu haben. Auch ernste Themen wie Vernachlässigung und sogar Untreue dürfen im Witz daher kommen und sind wir ehrlich, fast jeder Chick-Lit-Roman enthält ein wenig Untreue und Drama. Ausserdem finde ich nicht, dass hier das Genre Chick-Lit vorherrscht, sondern eher gesetztere Frauenliteratur.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe mich köstlich amüsiert. Auch meine Mutter, die übrigens schon mehrere Fehlgeburten hatte, war hin und weg.

    So sind die Geschmäcker zum Glück verschieden :-)
    Alles Liebe

    Livia

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    1. Klar darf man ernste Themen locker verpacken, aber es stört mich, wenn sie nur oberflächliche Staffage sind. Ich hatte hier immer das Gefühl, dass Constanzes Alltagsproblemchen letztlich viel wichtiger waren und beispielsweise die Kindesvernachlässigung nur als Drama-Sahnehäubchen diente, gleichwertig wie die Flucht auf den Baum vor den bösen Hunden, aber weniger schlimm als etwa die Schach-Lüge, der viel mehr Platz eingeräumt wurde.

      LG, Julia

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