Google+ Julias Buchblog: Schwulenfeindliche Buchläden?!

Freitag, 14. Juni 2013

Schwulenfeindliche Buchläden?!

Beim surfen auf Facebook habe ich gerade einen Artikel entdeckt, der mich ziemlich schockiert hat. Offenbar hat die Buchhandelskette Weltbild, die der katholischen Kirche Deutschland gehört, die Zusammenarbeit mit einem kanadischen Verlag gekündigt, weil der Bücher von schwulen Autoren in Programm hat. Eine kurze Internetrecherche hat ergeben, dass es nicht das erste Mal ist, dass Weltbild sein Programm "bereinigt". Auch das Aufklärungsbuch "Make Love" wurde offenbar aus dem Sortiment genommen (klick). Gleichzeitig verdient man mit Erotik-Büchern weiterhin gutes Geld, so wird der Bestseller "Shades of Grey" gerade mit einer großen Aktion beworben. Sex ist also kein Problem, solange dabei genügend Cash in die Kasse fliesst?! Angesichts solcher Doppelmoral kann ich nur den Kopf schütteln.

Für mich ist die Situation klar: wer Autoren und Verlage nur aufgrund ihrer sexuellen Orientierung aus dem Sortiment wirft, hat mich als Kundin definitiv verloren! Es gibt genug kleine Buchläden, die um ihre Existenz kämpfen, da werde ich mit meinem Kaufverhalten sicher nicht homophobe Geschäftspraktiken unterstützen!

Kommentare:

  1. " wer Autoren und Verlage NUR aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, hat mich als Kundin definitiv verloren!" - Aufgrund welcher Kriterien darf man denn jemanden diskriminieren, damit die Kunde bleibst? ;)

    Sorry, war nicht böse gemeint und ich denke, Du hast es anders gemeint.

    Und natürlich gebe ich Dir recht: Wie in jedem Business herrscht auch in der Buchbranche eine unglaubliche Doppelmoral. :/ Zugunsten der Verkaufszahlen/Sponsoren versteht sich.

    Lg

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    1. Hast ja recht, das kommt davon, wenn man einen Beitrag veröffentlicht, ohne ihn nochmals gründlich durchzulesen. Aber ich habe mich derart über diese Verlogenheit aufgeregt, dass mir die Ruhe dazu gefehlt hat...

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  2. Wow das schockiert mich gerade auch wirklich. War bisher eigentlich immer gerne Kunde von Weltbild, aber bei solchen Aktionen will ich deren Umsätze schon gar nicht mehr unterstützten. Wie du schon sagtest, es gibt genug andere Buchläden!

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  3. krass.... also, ich bin als Kundin dann auch mal weg! Über so etwas müsste man "viel lauter" berichten!
    Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung wird einfach viel zu selten Publik gemacht. Und dann wird es meist als "Ausnahme" dargestellt.

    Und der Verkauf von den "Shades of Grey" Büchern fungiert als wunderbares Alibi: Es hat natürlich niemand etwas gegen Sex...
    ...sch**** Doppelmoral!

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  4. Uh, DANKE - ohne dich hätte ich das gar nicht gewusst. Da werde ich mich wohl auch lieber in andern Buchläden umsehen.

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